Venator Uerdingen GmbH, im Vollprofil — Insolvenzverfahren eröffnet
Das Amtsgericht Krefeld hat am 27.05.2026 das Insolvenzverfahren über die Venator Uerdingen GmbH eröffnet (Aktenzeichen 500 IN 265/25). Grund: Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung.
In der Presse
Am Standort im Chempark Krefeld-Uerdingen stellte Venator Titandioxid und Additive her; im Zuge eines Konzernumbaus 2024 war die Titandioxid-Produktion von Duisburg nach Uerdingen verlagert worden. Die Produktion in Uerdingen ruhte bereits seit September 2025, und nachdem sich kein Investor fand, wurde das Werk Ende Mai 2026 geschlossen. Betroffen waren rund 350 Beschäftigte, denen eine Transfergesellschaft angeboten wurde. Als Hauptursache gelten die seit dem Ukraine-Krieg drastisch gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten, die energieintensive Verfahren wie die Titandioxid-Herstellung besonders belasten. Die Berichterstattung behandelt den Standort und den Konzern; das Insolvenzverfahren der Schwestergesellschaft Venator Germany GmbH läuft beim Amtsgericht Duisburg.
- Werk im Chempark Krefeld-Uerdingen Ende Mai 2026 geschlossen, kein Investor gefunden
- Produktion in Uerdingen bereits seit September 2025 gestoppt
- Rund 350 Beschäftigte betroffen, Transfergesellschaft angeboten
- Herstellung von Titandioxid und Additiven
- Konzernumbau 2024: Titandioxid-Produktion von Duisburg nach Uerdingen verlagert
- Ursache: stark gestiegene Energie- und Rohstoffkosten
Die Venator Uerdingen GmbH ist insolvent. Das Amtsgericht Krefeld eröffnete das Insolvenzverfahren am 27.05.2026 unter dem Aktenzeichen 500 IN 265/25; als Grund nennt die Bekanntmachung Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Das Unternehmen ist im Handelsregister seit 2012 eingetragen und bestand damit rund 13 Jahre; Tätigkeitsschwerpunkt war Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von chemischen und metallurgischen Erzeugnissen. Grundlage ist die amtliche Bekanntmachung; die Angaben sind eine Momentaufnahme zum Eröffnungszeitpunkt.
Es ist das 10. von bisher 10 Unternehmensverfahren, die InsoTicker im Mai 2026 am Amtsgericht Krefeld erfasst hat. In Nordrhein-Westfalen hat InsoTicker 2026 bisher 3.575 Unternehmensverfahren erfasst.
- Gläubiger melden ihre Forderungen schriftlich beim Insolvenzverwalter an (§ 174 InsO); die Frist dafür nennt die Bekanntmachung. Mehr im Lexikon →
- Beschäftigte können für die letzten drei Monate vor der Eröffnung Insolvenzgeld bei der Agentur für Arbeit beantragen, und zwar innerhalb von zwei Monaten danach (§§ 165, 324 SGB III). Mehr im Lexikon →
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Quellen & Nachweise
Jede Angabe ist amtlich belegt oder redaktionell recherchiert.
- 1amtlichAmtliche Bekanntmachung, insolvenzbekanntmachungen.deAz. 500 IN 265/25
Methodik & Hinweis: Grundlage ist die amtliche Bekanntmachung unter insolvenzbekanntmachungen.de; redaktionelle Ergänzungen aus Handelsregister und eigener Recherche sind als solche gekennzeichnet. Angaben ohne Gewähr, keine Rechtsberatung.