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Venator Germany GmbH: Investor übernimmt Duisburger Chemiewerk nach der Insolvenz

Veröffentlicht 01.02.2026·Recherchiert von der InsoTicker-Redaktion·Eingetragen 2007 · Verfahren nach 18 Jahren·Az. 620 IN 2118/25

Venator Germany GmbH, im Vollprofil — Insolvenzverfahren eröffnet

Das Amtsgericht Duisburg hat am 01.02.2026 das Insolvenzverfahren über die Venator Germany GmbH eröffnet (Aktenzeichen 620 IN 2118/25).

Vom Sachtleben-Werk zum Additivstandort Die Venator Germany GmbH betreibt am linken Duisburger Rheinufer einen Chemiestandort, dessen Geschichte bis 1878 zurückreicht. Damals entstand die Lithopone- und Permanentweißfabrik Schöningen AG. 1883 übernahm…

In der Presse

Der Duisburger Chemiestandort am linken Rheinufer, historisch als Sachtleben bekannt, stellte im September 2025 beim Amtsgericht Duisburg einen Insolvenzantrag, nachdem die britische Konzernmutter die Finanzierung der deutschen Gesellschaften eingestellt hatte. Über ein konzernweites Cashpooling waren die Einnahmen zuvor an die Mutter abgeflossen, sodass die Tochter sofort zahlungsunfähig wurde. Die Produktion von Funktionellen Additiven und Nano-Fine-Produkten lief während des Verfahrens durchgehend weiter. Im Januar 2026 wurde der Verkauf an die International Chemical Investors Group bekannt; nach der Berichterstattung bleiben alle rund 350 Arbeitsplätze erhalten, die Freigabe des Bundeskartellamts stand zu diesem Zeitpunkt noch aus.

  • Insolvenzantrag beim Amtsgericht Duisburg im September 2025
  • rund 344 Mitarbeitende zum Zeitpunkt des Antrags, zuletzt rund 350
  • Ursprünge 1878 als Lithopone- und Permanentweißfabrik Schöningen AG, 1892 Verlagerung nach Duisburg, seit 2017 Firmierung als Venator Germany GmbH
  • Titandioxid-Produktion 2024 von Duisburg zur Venator Uerdingen GmbH verlagert, dabei knapp 300 Stellen abgebaut
  • Standort Duisburg produziert seither Funktionelle Additive (FAD) und Nano-Fine-Produkte für Farben, Kunststoffe und Sonnenschutzmittel
  • Auslöser: hohe Energie- und Rohstoffkosten, Auslastung der Additiv-Sparte zuletzt rund 77 Prozent, Cashpooling zur britischen Muttergesellschaft
Quelle: WirtschaftsWoche ↗ · 2026-01-14 · redaktionell zusammengefasst
Zusammenfassung

Die Venator Germany GmbH ist insolvent. Das Amtsgericht Duisburg eröffnete das Insolvenzverfahren am 01.02.2026 unter dem Aktenzeichen 620 IN 2118/25. Das Unternehmen ist im Handelsregister seit 2007 eingetragen und bestand damit rund 18 Jahre; Tätigkeitsschwerpunkt war Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von chemischen und metallurgischen Erzeugnissen. Grundlage ist die amtliche Bekanntmachung; die Angaben sind eine Momentaufnahme zum Eröffnungszeitpunkt.

Einordnung

Es ist das 1. von bisher 11 Unternehmensverfahren, die InsoTicker im Februar 2026 am Amtsgericht Duisburg erfasst hat. In Nordrhein-Westfalen hat InsoTicker 2026 bisher 3.575 Unternehmensverfahren erfasst.

Was bedeutet das?
  • Gläubiger melden ihre Forderungen schriftlich beim Insolvenzverwalter an (§ 174 InsO); die Frist dafür nennt die Bekanntmachung. Mehr im Lexikon →
  • Beschäftigte können für die letzten drei Monate vor der Eröffnung Insolvenzgeld bei der Agentur für Arbeit beantragen, und zwar innerhalb von zwei Monaten danach (§§ 165, 324 SGB III). Mehr im Lexikon →

Automatisch aus den amtlichen Bekanntmachungen und dem InsoTicker-Datenbestand zusammengestellt.

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Quellen & Nachweise

Jede Angabe ist amtlich belegt oder redaktionell recherchiert.

  1. 1
    amtlich
    Amtliche Bekanntmachung, insolvenzbekanntmachungen.de
    Az. 620 IN 2118/25

Methodik & Hinweis: Grundlage ist die amtliche Bekanntmachung unter insolvenzbekanntmachungen.de; redaktionelle Ergänzungen aus Handelsregister und eigener Recherche sind als solche gekennzeichnet. Angaben ohne Gewähr, keine Rechtsberatung.